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  • Mietenwahnsinn 2019

aktueller Flyer der AG Eigenbdarf kennt keine Kündigung

Flyer bei Wohnungsverkaufsbesichtigungen — Mieter*innen und Nachbar*innen gemeinsam!
  • begleiten, behindern, blockieren, #besetzen
zum Download als pdf-DateiFlyer im Format Din A4, quer und doppelseitig mit Wickelfalz
Pressemitteilung 12.08.2019: Mieter*innen von Akelius veröffentlichen Dossier

Mietpreise bei Neuvermietungen bis zu zehn Euro über dem Mietspiegel

Der Immobilienkonzern Akelius ist in Berlin als radikaler Mietpreistreiber bekannt. Jüngst machte der Konzern Schlagzeilen mit der Ankündigung, aufgrund des Mietendeckels Investitionen in seinen Berliner Wohnungsbestand drastisch zurückfahren zu müssen.

Zentrales Geschäftsmodell des Unternehmens ist die hochpreisige Neuvermietung nach Modernisierung und Luxussanierung. Ist das Mietsteigerungspotential ausgereizt, werden die Immobilien wieder verkauft. Ein heute veröffentlichtes Dossier, das von der Akelius-Mieter*innenvernetzung zusammengestellt wurde, rechnet nun vor: Durchschnittlich 17,86 Euro/qm verlangt der Konzern bei Mietangeboten und setzt bei realisierten Neuvertragsmieten durchschnittlich 16,42 Euro durch — vor dem Hintergrund eines durchschnittlichen Mietspiegels von 6,72 Euro pro Quadratmeter für ganz Berlin (2019). Der Durchschnitt der Bestandsmieten lag 2018 bei 8,64 Euro. Folglich handelt es sich in etwa um eine Verdopplung der Miete bei Neuvermietung. Legt man den berechneten Wert für die durchschnittliche Altvertragsmiete von 4,40 Euro zugrunde, erhöht sich die Miete für eine Wohnung bei Neuvermietung nach Modernisierung sogar um nahezu das Vierfache.

Das Dossier beinhaltet neben einer statistischen Auswertung von ca. 1300 Mietangeboten über den Zeitraum von einem Jahr auch eine graphische Darstellung des Bestandes von mindestens 870 Häusern in Berlin. Die Mieter*innenvernetzung beleuchtet ausführlich das Geschäftsmodell von Akelius sowie die Auswirkungen auf Stadtgesellschaft, Umwelt und Politik. Nicht zuletzt liefert das Dossier umfangreiche Erfahrungsberichte von Mieter*innen und zeigt, wie sich diese tagtäglich gegen Akelius erwehren müssen.
Denn im Umgang mit den Mieter*innen greift der Konzern oft zu drastischen Maßnahmen: Mieter*innen berichten von unhaltbaren Kündigungen, Schikanen und Mahnungen wegen angeblichen Mietrückstands sowie mangelnden Instandsetzungen.

Karla Brunner, Akelius-Mieterin in Neukölln: „In meinem Haus stehen 10 Wohnungen leer, zum Teil schon mehr als 12 Monate. Nach jedem Auszug wird neu modernisiert. Viele Nachbar*innen sind ausgezogen, weil ihren Mitbewohner*innen die Übernahme des Mietvertrags verweigert wurde, weil sie keine Zukunftsaussicht mit Akelius als Vermieter gesehen haben oder weil sie gekündigt und zum Teil auch zwangsgeräumt wurden.“
Mit dem Dossier möchte die Mieter*innenvernetzung zeigen, dass die Selbstdarstellungen von Akelius weder einem genauen Blick auf die Geschäftsstrategie des Unternehmens standhalten noch den alltäglichen Erfahrungen der Mieter*innen entsprechen.

Die Akelius-Mieter*innenvernetzung ist ein Zusammenschluss von Berliner Mieter*innen von Akelius, die sich regelmäßig treffen, um sich gegenseitig bei ihren Problemen mit dem Vermieter zu unterstützen, Informationen auszutauschen und gemeinsame Aktionen zu planen.
Akelius ist ein Konzerngeflecht aus verschiedenen Firmen. An zentraler Stelle steht die schwedische Akelius Residental Property AB in der Rechtsform einer Societas Europaea/Europäische Aktiengesellschaft (SE). Akelius ist in Schweden, Dänemark, Deutschland, England, Kanada, den Vereinigten Staaten und Frankreich aktiv. 14.000 der weltweit etwa 50.400 Wohneinheiten des Konzerns befinden sich in Berlin.

Dossier zum Download

Pressekontakt: E-Mail: akelius-mietervernetzung(ät)posteo.de

Holen wir uns die Stadt zurück!
B-home Hausverwaltung GmbH

Von Akelius rausgeworfene Mieter*innen haben es in ihrer neuen Wohnung bei der B-home Hausverwaltung GmbH auch nicht wirkich besser erwischt und suchen andere Mieter*innen — eben dieser B-home Hausverwaltung GmbH um sich auszutauschen und zu vernetzen.

Gibt es schon organisierte Mieter*innen dieser Hausverwaltung?
Wer ist betroffen und möchte sich organisieren?

Bitte bei uns melden, wir leiten eure Mails dann an die Ex-Akelius-Mieter*innen weiter. Danke!

Viele Grüße — die akelius-mietervernetzung

Email an: akelius-mietervernetzung(ät)posteo.de

Infos zu Akelius/ Vernetzung
31.05.2019:  Aktueller Stand in der Großbeerenstraße 17a

Die Eigentümerin der Großbeerenstraße 17a, die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (ASW) eskalierte am Mittwochabend die Situation im Haus ein weiteres Mal.

Eine Geburtstagsparty in der vertraglich genutzten Wohnung wurde durch die ASW mit Hilfe polizeilicher Zwangsmaßnahmen beendet und der Zugang danach für die Mieter*innen der Wohnung verwehrt. Ob der Zugang wieder möglich ist, wird sich zeigen.

Angesichts der massiven Bedrohung haben die Partygäste die Wohnung verlassen. Durch die Unterstützung vieler Menschen vor Ort wurde durchgesetzt, dass keine Personalien aufgenommen und die Leute nicht abgefilmt wurden.
Danach vertrieb die Polizei in gewohnter Manier die Menschen vom Haus und der angrenzenden Kreuzung weg, eine Spontandemo wurde verwehrt.
Kiezversammlung am 16.05. in Kreuzberg 61

Am 16.05. veranstalteten mehrere stadtpolitische Initiativen in Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus Gneisenaustraße eine Kiezversammlung in Kreuzberg 61 in der Heilig-Kreuz-Kirche.

Über 80 Menschen — davon viele Aktive aus einem breiten mieten- und stadtpolitischen Spektrum — kamen zu dieser Versammlung, die sich thematisch nicht nur auf Kreuzberg 61 bezog.
Do 16.05. um 19 Uhr Kiezversammlung in Kreuzberg 61 — Gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn!

Steigende Mieten, Luxusneubauten, Verdrängung von Nachbar*innen und Kleingewerbe, Zwangsräumungen, Weggentrifizierung historischer Orte — die Liste ist lang!

In unserer Straße, im Stadtteil, in der ganzen Stadt, überall, sollen wir und unsere Nachbarn für Renditeerwartungen, Anlagegeschäfte, Vermarktungsinteressen Platz machen.

Wohnen wird Luxus und der Ausverkauf der Stadt zur Normalität erklärt.

Dagegen stehen Hausgemeinschaften, Mieter*inneninitiativen, Kiezversammlungen, Demonstrationen, Blockaden von Zwangsräumungen, Hausbesetzungen immer mehr auf unserer Tagesordnung.

Wir wollen euch auf der Kiezversammlung am 16.05. informieren, was in Kreuzberg 61 passiert und welche Formen der Vernetzung und des Handelns wir gemeinsam umsetzen können.
Mehrere Initiativen, Stadtteilgruppen und aktive Hausgemeinschaften werden an diesem Abend anwesend sein.

Wir Bleiben und zwar Alle!

Ort: Heilig-Kreuz-Kirche, Zossener Str. 65 (U-Bahn: Hallesches Tor)
Aufruf des #Mietenwahnsinn-Blocks der 1. Mai Demonstration in Berlin-Grunewald01 05 2019 Flyer Grunewald 001 Am 6. April herrschte Aufruhr auf den Straßen. Allein in Berlin demonstrierten mehr als 40.000 Menschen unterstützt durch 280 Initiativen - solidarisch und global vernetzt. 15.000 Demonstrationsteilnehmer*innen sorgten durch ihre Unterschrift für einen katapultartigen Start des Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co. enteignen". Zusätzlich wurde die Demo von einer Aktion der Kampagne #besetzen flankiert, mit der sich viele Menschen spontan solidarisierten.
Sie alle traten an diesem Tag auf unterschiedliche Weise gegen die Spekulation mit Wohnraum, gegen Verdrängung, Zwangsräumung und die Stadt der Kapitalinteressen ein.

Jetzt heißt es dran bleiben! Machen wir klar, dass die strukturelle Ungerechtigkeit der Eigentumsverhältnisse keine weitere Instandhaltung verdient, sondern die Wohnfrage von Grund auf modernisiert werden muss — und zwar mit einer 100% Umlage auf Kosten der Immobilienwirtschaft! Schluss mit der Vermarktung unserer Grundbedürfnisse! Wohnen ist keine Ware sondern Menschenrecht!

Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt und Solidarität entgegen. Unser Ziel ist eine Stadt die kein Geschäftsmodell ist, sondern die wir selbst gestalten können und in der Wohnraum Allgemeingut ist. Erkämpfen wir gemeinsam den radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik. Bringen wir die gemeinwohlorientierte Lösung der Wohnungsfrage und die Enteignung von profitorientierten Immobilienunternehmen voran!

Widersetzt euch!

Kommt in den Mietenwahnsinn-Block auf der Demonstration am 1. Mai 2019, ab 13:00 Uhr am S-Bahnhof Grunewald. Vortreffpunkt für die gemeinsame Anreise ist 12:00 Uhr, Bhf. Alexanderplatz, Gleis 4.

Wo eine Villa ist, ist auch ein Weg! Gemeinsam können wir etwas bewegen!

Flyer zum Download
06.04.2019: Fotos von der #Mietenwahnsinn-Demo

06.04.2019 Redebeitrag auf der #Mietenwahnsinn-Demo von WEM GEHÖRT KREUZBERG

Wir — die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG — grüßen euch auf der heutigen MietenWahnSinns-Demo. Toll, dass wir zusammen auf die Straße gehen, laut, bunt und widerspenstig.

06 04 2019 13Wir gehen auf die Straße, weil wir keine Lust mehr haben, diesen Ausverkauf der Stadt weiter hinzunehmen.
Ein Ausverkauf, der uns alle nur noch als Renditeobjekte behandelt.
Ein Ausverkauf, der diese Stadt zur zubetonierten Ware degradiert.
Ein Ausverkauf, der politisch gewollt, ökonomisch durchgesetzt und wenn nötig uniformiert flankiert wird!

Für diesen Ausverkauf, für diese kapitalistische Normalität sollen wir Platz machen: Nachbar*innen, Mieter*innen, Menschen mit geringem Einkommen, Kleingewerbe, wohnungslose Menschen, geflüchtete Menschen, soziale Projekte, Hausgemeinschaften, selbstorganisierte Freiräume, linke Kneipen, usw. — wir alle, die in diesem System der Börsenmärkte, der Anlagengeschäfte, der Verwertungspotenziale nicht mithalten können und wollen und vor allem sich diesem widersetzen, wir alle sollen verschwinden!

Aber wir bleiben und zwar ALLE!

Wir haben genug von Mieterhöhungen, Eigentumswohnungen, energetischen Sanierungen, Ferienwohnungen, Zwangsräumungen, Entmietungen und Verdrängung.
Wir haben genug von dieser zementgrauen Tristesse, von dieser zubetonierten Gesichtslosigkeit.
Wir haben genug von dieser herrschenden Politik, die uns mit ihren mietenpolitischen Scheinaktivitäten und nichtsagenden Phrasen zukleistert.
Wir haben genug von diesem System des Geldes, des Konsums, des Marktes, hier, weltweit!

Kommen wir zusammen, vernetzen und solidarisieren wir uns und handeln gemeinsam: Mit Hausversammlungen und Demos, mit Kiezversammlungen und Blockaden von Zwangsräumungen, mit Besetzungen und Mietstreiks.
Mit unser Wut, unserer Kraft, mit unserem Herzen und mit Lust auf was Neues, Menschliches, Besseres.
Mobi-Video von leftvision: Gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

Mobilisierungs-Video zum 06.04.

16.03.2019: 1.Kreuzköllner Rudelchor macht seinen Freischwimmer in der Hasenheide

Es regnete in Strömen, als vergangenen Samstag pünktlich um 16 Uhr vor der Hasenheide 71 der 1.Kreuzköllner Rudelchor aus der Traufe gehoben wurde: Im Rudelchor IGEL singen Betroffene der Immobilienspekulation gegen Mietenwahnsinn, Verdrängung und den Ausverkauf — nicht nur der Hasenheide — aber auch: Das Mietshaus Hasenheide 71 wurde zum Jahreswechsel vom Berliner Immo­bilienhändler Jakob Mähren gekauft und seine Bewohner*innen fürchten nun um ihr Zuhause, in dem manche von ihnen fast 50 Jahre leben.