Arien-Duett aus der Enteignungs-Oper "Grunewalddämmerung"



Uraufgeführt am 05.09.2020 im Berliner Villenviertel Grunewald im Rahmen einer Bildungs-Offensive des autonomen Quartiersmanagements Grunewald.

Webseite: my GRUNI
Nobember 2020 Studie: Analyse der Eigentümergruppen und ihrer Geschäftspraktiken auf dem Berliner Immobilienmarkt

Publikation der Rosa Luxemburg Stiftung 'WEM GEHÖRT DIE STADT?!

von Christoph Trauvetter

Fast die Hälfte der Stadt Berlin gehört wenigen tausend Multimillionären

Diese Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist die erste systematische Auswertung von Eigentumsverhältnissen im Immobilienbereich in Berlin und den verschiedenen Geschäftsmodellen. Sie öffnet die Blackbox der privaten Großgrundbesitzer, über die bisher wenig bekannt ist. Die Studie beschreibt bis dato unbekannte Eigentümer mit mehr als 3.000 Wohnungen genauso wie solche, die unterhalb dieser Grenze liegen und über die bisher kaum etwas bekannt ist. «Die Studie räumt mit dem Mythos des netten kleinen Privatvermieters als Hauptakteur auf dem Immobilienmarkt genauso auf wie mit dem Mythos des Wohneigentums als universelle, soziale Absicherung.», fasst Studienautor Christoph Trautvetter, Leiter des Projekts «Wem gehört die Stadt?»  der Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammen. Denn fast die Hälfte der Stadt gehört wenigen tausend Multimillionären: Die ungebrochenen Preissteigerungen auf dem Wohnungsmarkt bringen ihnen immense, leistungslose Renditen von teilweise über 20 Prozent im Jahr. Die Studie vergleicht zudem Geschäftszahlen und -praktiken der börsennotierten Wohnungsunternehmen mit den landeseigenen und genossenschaftlichen Gegenstücken.

Wem gehört mein Haus? Eigentümer*innenrecherche im Online-Annex zur Studie 

Auch Mieter*innen können unter www.wemgehoertdiestadt.de mit wenigen Klicks in die Daten der Recherche eintauchen. Die Website enthält weitere Daten zu den in der Studie vorgestellten Eigentümern und zu mehr als zweihundert weiteren Akteuren des Berliner Immobilienmarkts. Damit erleichtert sie Mieter*innen, anhand ihrer Adresse oder der ihnen bekannten Firma nach weiteren Anhaltspunkten zu den Hauseigentümer*innen zu suchen.

Download der PDF-Datei
3sat-Video 23.09.2020:

Wohnen. Mieten. Abzocken

Die Mietpreise in Städten explodieren. Das Stuttgarter Rentnerpaar A. soll für die 60-Quadratmeter-Wohnung, in der sie seit 50 Jahren leben, statt 431 Euro nun 1137 Euro Miete zahlen. Leisten können sie sich die Wohnung dann nicht mehr. Einfach schlucken wollen sie die Erhöhung jedoch auch nicht. Die Dokumentation zeigt, wie das große Geschäft mit Wohnungen funktioniert. Wie konnte es soweit kommen? Was läuft schief auf dem deutschen Wohnungsmarkt?

Video; verfügbar bis 23.09.2021
Umkämpftes Wohnen — Neue Solidarität in den Städten

Buchvorstellung

von Peter Nowak und Matthias Coers, 2020

In Zeiten gesteigerter Verwertungsinteressen und angespannter Wohnungsmärkte wird für immer breitere Bevölkerungsteile schmerzhaft erfahrbar, die persönliche Wohnungsfrage individuell nicht mehr lösen zu können. Dabei entstehen im Wohnumfeld und städtischen Raum statt Ressentiments Suchbewegungen nach praktischer Solidarität. Konkrete Mieter*innenkämpfe entwickeln sich zu neuer Stadtteilarbeit.

Peter Nowak und Matthias Coers stellen mittels Text und Bild Initiativen aus dem In- und Ausland vor, geleitet von der Frage, wie Kämpfe um Wohnraum, niedrige Mieten, gegen Verdrängung und die Kämpfe um höhere Löhne und Einkommen zusammen geführt werden können.

In der Buchhandlung oder online beim Verlag: ISBN 978-3-96042-017-0
VICE Staff 05.06.2020:

Punks vs Billionaires: Wie sich die Berliner Kneipe Syndikat gegen einen Immobilienriesen wehrt

In Berlin fechten die Betreiber und Unterstützer einer legendären alternativen Bar einen ungleichen Kampf mit drei britischen Milliardären aus. Wir haben sie begleitet.

Doku mit Video
Studie: Keine Transparenz trotz Transparenzregister

Ein Recherchebericht zu Anonymität im Berliner Immobilienmarkt

Autoren:  Christoph Trautvetter und Markus Henn

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Mai 2020

Studie als PDF-Dokument zum Download
Studie: Profitmaximierer oder verantwortungsvolle Vermieter?

Große Immobilienunternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin im Profil

Diese Kurzstudie liefert Hintergrundinformationen zu den Eigentümern und den Geschäftspraktiken der Unternehmen, die in Berlin mehr als 3.000 Wohnungen besitzen und damit von dem Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" betroffen wären. Die Informationen stammen ausschließlich aus öffentlich verfügbaren Quellen — vor allem aus Jahresabschlüssen, Firmenregistern und Internetportalen — und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie enthalten unter anderem die folgenden Erkenntnisse für die weitere Debatte:

  • Die Liste der Unternehmen
  • Die Eigentümer
  • Die steuerliche Perspektive
  • Die Berliner Wohnungsbestände
  • Mieten und Mietsteigerung
  • Luxusmodernisierung und Vernachlässigung
  • Das Geschäftsführergehalt als Näherungswert für Renditeorientierung
  • Rendite aus Aktionärssicht
Autor*innen: Sophie Bonczyk und Christoph Trautvetter

Rosa-Luxemburg-Stiftung, 4. überarbeitete Auflage

Studie als PDF-Dokument zum Download

19.02.2019 Radiosendung von Mixcloud: Wir holen uns den Kiez zurück

Das Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn organisiert für Samstag, den 28. März 2020 zum 3. Mal eine große Mietendemo.
Europaweit wird an diesem Tag der Housing Action Day unter dem Motto Wohnen für Menschen statt für Profite in vielen Städten zu Demos und Kundgebungen aufrufen.
Hier in Berlin soll es nicht nur um Wohnraum sondern auch um kulturelle und soziale Räume wie Sportvereine, Kitas und vieles mehr gehen. Entsprechend breit aufgestellt ist das Vorbereitungsbündnis, von dem uns welche im Studio besuchen werden. Bis zum 28. März ist noch viel zu tun!

Online nachzuhören unter Mixcloud
Märchen: "Der Kiezdrache wird's richten" von Esther Borkam

taz 18.12.2019:

Ein warmherziges Märchen erzählt von dem Kampf der Bewohner:innen gegen ihre Verdrängung aus dem Wrangelkiez.
Literatur: "Die Entmieteten“ von Synke Köhler

Tagesspiegel 05.11.2019:

Schicksale des harten Berliner Wohnungsmarkts

Ihr Roman behandelt ein Thema, das Berlin bewegt.
Sondersendung von Mixcloud: Musikkundgebung gegen Verdrängung in der Reichenberger Str.73 am 26.10.2019

Mieterinnen sind immer mehr von Eigenbedarfskündigungen betroffen, gegen die es nur wenige rechtliche Handhabe gibt, auch wenn sie nach Recht und Gesetz nicht berechtigt sind. Besonders ist die Reichenberger Str. 73 seit Jahren betroffen. Mieterproteste einmal anders: Aktuelle Infos zu Verdrängung und Räumungsprozessen in der Stadt mit Musik von Solo Sep und sein Stehrumchen, Judits Rache, Geigerzähler, Christiane Rösinger...

Online nachzuhören unter Mixcloud