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unter dem Menüpunkt Bleibe(n) könnt ihr euch den 2. Flyer von der AG Eigenbedarf kennt keine Kündigung zum Thema 'Tipps bei Eigenbedarfskündigungen' downloaden
02.09.2020: Pressemitteilung der Fünf Häuser Initiative

Wir holen uns unsere Häuser zurück!

5 HäuserSchon wieder gehen in Berlin mehrere milieugeschützte Mietshäuser in einem Millionendeal über den Ladentisch. Noch ist der Kauf nicht wirksam. Es bleiben nur 6 Wochen, um den bezirklichen Vorkauf in die Wege zu leiten. Solidarisch kämpfen wir gegen den Ausverkauf der Kieze und für bezahlbaren Wohnraum!

Wir sind die Mieter*innen von fünf Häusern in Milieuschutzgebieten Friedrichshain-Kreuzbergs, die das Immobilienunternehmen Heimstaden Bostad AG, vertreten durch die Skjerven Group, für schwindelerregende 30 Millionen Euro kaufen will. Eine anschließende Umwandlung in Eigentumswohnungen und damit die Verdrängung der Bestandsmieter*innen ist angesichts dieses spekulativen Preises zu befürchten. Um das zu verhindern, fordern wir die Unterstützung von Bezirk und Senat! Wir fordern wirksamen Milieuschutz!

Wir fordern die Rückumwandlung möblierter Wohnungen in leistbaren Wohnraum!

Viele Wohnungen in unseren Häusern sind derzeit als möblierte Apartments überteuert und befristet vermietet. Dieses ausbeuterische und asoziale Geschäftsmodell macht unsere Kieze kaputt. Bei Anwendung des bezirklichen Vorkaufsrechts ist damit Schluß. Die Stadt gewinnt mehr als 65 bezahlbare Wohnungen zurück. Diese Chance dürfen wir nicht verpassen! Wir fordern daher den Kauf unserer Häuser durch eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft oder einen anderen gemeinwohlorientierten Dritten. Wir fordern den Vorkauf unserer Häuser zum realen Verkehrswert. Wir fordern finanzielle Unterstützung des Senats.

Gemeinsam. Solidarisch. Kämpferisch.

Wir alle, längjährige Bestandsmieter*innen und Zeitmieter*innen, wehren uns gemeinsam gegen die drohende Verdrängung. Als geschlossene Mieter*innenschaft vernetzen wir uns mit Kiezinitiativen zum Protest. Wir kämpfen für unser Recht auf Wohnen und für den Erhalt lebens- und liebenswerter Kiezstrukturen.

Wir sind Fünf Häuser

Lausitzer Straße 18/Reichenberger Straße 53 || Bergmannstraße 94/Solmsstraße 28
Seumestraße 10 || Boxhagener Str. 29, 30/Gabriel-Max-Straße 10 || Mühsamstraße 36

Bezahlbarer Wohnraum für Alle! Wir holen ihn zurück! Bei unseren Häusern fangen wir an!

Mit solidarischem Gruß
Fünf Häuser Initiative

(eine PDF Datei mit dem Text sowie weitere Flyer-Vorlagen findet ihr auf unserer Homepage)

Webseite: https://fünfhäuser.de
Fahrradtour zu realisierten und geplanten Neubauprojekten in Kreuzberg 61 am Sonntag, den 30.08., im Rahmen der Kreuzberger Kiezwoche

Etwa 35 Menschen radelten gemeinsam am Sonntagnachmittag durch Kreuzberg 61 um das Ausmaß einer immer massiveren Verdichtung des Stadtteils durch schon realisierte und geplante Neubauprojekte anzusehen.

Neubauprojekte, die fast ausschließlich im hochpreisigen Segment liegen — teure Eigentums- oder Mietwohnungen — die für viele Menschen nicht mehr bezahlbar sind.

Bezahlbarer Wohnungsneubau war auf der Strecke kaum zu finden.

Auch die beiden — oft hochgelobten Neubauprojekte — der Baugruppen in der Schwiebusserstraße und die 464 Wohnungen der Genossenschaft Möckernkiez an der Yorckstraße waren für viele Mieter*innen keine Alternativen, einfach weil es viel zu teuer war.

Verschiedene nachbarschaftliche Initiativen informierten mit Beiträgen über die entsprechenden vielfältigen negativen Auswirkungen auf den Stadtteil und deren stadtpolitischen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen.

Diese Fahrradtour visualisierte vor allem durch das eigene Erleben die Orte des Betongoldes, der entsolidarisierenden Aufwertung, der Verdrängung des sozialen Umfeldes — ja sogar ihren Beitrag zur Zerstörung der Nachbarschaften, der Vielfalt im Stadtteil, von Stadtnatur und Freiflächen.

Los ging die Fahrradtour an der Bockbrauerei und dem Bauprojekt Schwiebusserstr., vorbei an den Neubauprojekten Schultheissbrauerei/ Viktoriapark, „Roter Riegel“/ Monumentenstr., Bautzenerstr./ Hellweg, Neue Urbane Mitte/ Gleisdreieckpark, Neubaugebiet Flottwellstr., Student*innenwohnheim/ Hafenplatz, Hochhausprojekt/ Schönebergerstr., Neubauprojekt „Kondor Wessels“/ Stresemannstr. und dem Postbankareal/ Hallesche Str. und endete schließlich auf dem sogenannten Dragoner Areal, wo ebenfalls über 500 Neubauwohnungen geplant sind.

Vor dem Kiezraum auf dem Areal wollten wir uns noch gemütlich bei einer Tasse Kaffee und Tee austauschen, doch leider hat der einsetzende Regen den geselligen Abschluss etwas vermasselt und mangels dem Zugang zur Adlerhalle für die Initiativen sind wir unter den Vorbau der LPG und haben in kleineren Gesprächsrunden weiterdiskutiert.

Verdrängung hat viele Gesichter — Neubauprojekte ist eines!


Fotos von Kappa Photo

WEM GEHÖRT KREUZBERG — September 2020
Stellungnahme der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG zur Räumung des Kneipenkollektivs „Syndikat“ am 07.08.2020

SyndikatWir sind wütend.
Wütend über eine weitere gewalttätige Zwangsräumung.

Diesmal wurde das seit mehr als 34 Jahren existierende Kneipenkollektiv „Syndikat“ in Neukölln geräumt. Die englische Milliardärsfamilie Pears, die mehr als 3 000 Wohnungen in Berlin besitzen und damit einer der großen Player auf dem Wohnungsmarkt, hat die Räumung ausschließlich per Gerichtsbeschluss durchgesetzt, ohne auf die Gesprächsbereitschaft mit den Gewerbebetreibende einzugehen.
06.08.2020: Stellungnahme der AG "Eigenbedarf kennt keine Kündigung" zur "Langen Nacht" der Weisestr. am 06.08. und der geplanten Zwangsräumung der Kiezkneipe Syndikat in Neukölln am 07.08.20 um 9 Uhr

Räumung iss nichWir solidarisiern uns mit der neuköllner Kiezkneipe Syndikat und rufen zur Unterstützung der Aktivitäten gegen die geplante Zwangsräumung am Freitag, den 07.08. um 9 Uhr und die "Lange Nacht" bereits am Donnerstag, den 06.08. ab 20 Uhr auf.
Für uns — die Arbeitsgruppe Eigenbedarf kennt keine Kündigung (E3K) — steht der eigene Bedarf der Mieter*innen an 1. Stelle.
Deshalb unterstützen wir Mieter*innen gegen Eigenbedarfskündigungen und begleiten Mieter*innen, wenn ihre Wohungen von Kaufinteressent*innen besichtigt werden sollen.
Unser Eigenbedarf endet aber nicht beim Wohnraum!

Wir haben Eigenbedarf an sozialen und kulturellen Projekten.
Wir haben Eigenbedarf an sozialen Treffpunkten, an Kulturräumen und Kiezkneipen wie dem Syndikat.
Juli 2020: Das sogenannte Dragoner Areal vergesellschaften — für den Stadtteil, für die Stadt! 

Für eine Stadt von Unten

DragoAm 28.6. besetzten Unterstützer*innen der von Räumung betroffenen bzw. bedrohten antifaschistischen Jugendzentren „Drugstore“ und „Potse“ langjährig leerstehende Räume auf dem sogenannten Dragoner Areal in Kreuzberg.
Ihre Forderung war die sofortige Zwischennutzung leerstehdender Räume für die o.g. Jugendzentren.
Die Antwort: Die Berliner Linie durch die BIM, den Senat, „die Politik“
Solidarität mit der Besetzung auf dem DragonerAreal
Sofort — Räume für die selbstverwalteten Jugendzentren Drugstore und Potse!

DragiAm Sonntag, den 28.6.20, besetzten Nutzer*innen und Unterstützer*innen der selbstverwalteten Jugendzentren Drugstore und Potse seit über 10 Jahren trotz Denkmalschutz leerstehende Gebäudeteile auf dem DragonerAreal.

Die beiden von unten durchgesetzten selbstverwalteten Zentren bestanden und bestehen seit über 40 Jahren in einem lange Zeit landeseignen Gebäude in Schöneberg, das vor etwa 10 Jahren privatisiert wurde. So wurden sie Spekulationsinteressen geopfert und trotz umfangreichen Widerstands und vieler Proteste musste das Drugstore seine Räume im Januar 2019 aufgeben, die Potse steht kurz vor der Räumung. Vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg versprochene geeignete Ersatzräume wurden bis heute nicht gefunden und übergeben.
Update 29.06.: Die Besetzung durch Jugendliche für einen Freiraum auf dem seit Jahren leerstehenden Dragoner-Areal in Berlin-Kreuzberg wurde durch die Polizei im Auftrag des rot-rot-grünen Senats geräumt. Die Besetzer*innen wurden von der Polizei in Gefangensammel-Stellen verschleppt.
Infos u.a. hier auf Twitter:
#b2906

28.06. Aneignung leerstehender Räume auf dem sogenannten Dragoner Areal!


Kommt vorbei und unterstützt die Aneignung — jetzt solidarisieren!

2020 06 28 Dragi 01Für das vor über einem Jahr entmietete Jugendzentrum „Drugstore“ und in Solidarität für das von Räumung bedrohte Jugendzentrum „Potse“ wurden heute auf dem sog. Dragoner Areal jahrelang leerstehende und nicht genutzte Räume besetzt und somit der weitere Verfall dieser beendet.

Die Besetzer*innen fordern eine Zwischennutzung dieser Räume für eine selbstorganisierte, unkommerzielle und antifaschistische Jugendarbeit.
20.06.2020: Fotos von der Demonstration "shut down Mietenwahnsinn — sicheres zuhause für alle"

Fotos von Kappa Photo
20.06. um 14 Uhr Demonstration shut down Mietenwahnsinn — sicheres zuhause für alle

Aktionstag 2020 06 20 PlakatÜberall auf der Welt herrscht die Wohnungskrise. Der Immobilienmarkt versagt schon lange dabei, ausreichend bezahlbare Wohnungen, Gewerberäume, soziale und kulturelle Räume bereitzustellen. Die COVID-19-Pandemie verschärft diese Krise dramatisch. Doch selbst jetzt müssen noch Menschen auf der Straße oder in Sammelunterkünften leben.

Spätestens seit der letzten Finanzkrise hat die Immobilienbranche Gewinne über Gewinne aufgehäuft. Die Rechnung haben wir Mieter*innen bezahlt. Auch jetzt sollen die Mieten weiter fließen, selbst wenn wir weniger verdienen. Mit Transferleistungen garantiert die Bundesregierung — auf Kosten der Allgemeinheit — die Mietsteigerungen der letzten Jahre.
Bis Ende Juni gibt es auch einen coronabedingten Kündigungsaufschub. Aber wie sollen wir später Mietschulden zurückzahlen, wenn wir uns die Miete schon jetzt kaum leisten können? Ohne Verlängerung drohen ab Herbst erneut Zwangsräumungen und eine Verdrängungswelle.
28.03.2020: Fotos von der (Online)-Demo "Gemeinsam widersetzen gegen #Mietenwahnsinn"