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  • Mietenwahnsinn 2019

mietenpolitische Aktionstage vom 27.03. - 06.04. und Demonstration am 06.04.

Infos, Aktionstage, Material zum Download auf der Webseite Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn
16.03.2019: 1.Kreuzköllner Rudelchor macht seinen Freischwimmer in der Hasenheide

Es regnete in Strömen, als vergangenen Samstag pünktlich um 16 Uhr vor der Hasenheide 71 der 1.Kreuzköllner Rudelchor aus der Traufe gehoben wurde: Im Rudelchor IGEL singen Betroffene der Immobilienspekulation gegen Mietenwahnsinn, Verdrängung und den Ausverkauf — nicht nur der Hasenheide — aber auch: Das Mietshaus Hasenheide 71 wurde zum Jahreswechsel vom Berliner Immo­bilienhändler Jakob Mähren gekauft und seine Bewohner*innen fürchten nun um ihr Zuhause, in dem manche von ihnen fast 50 Jahre leben.


Deswegen haben sie sich wie immer mehr Menschen in einer Hausgemeinschaft zusammengeschlossen — HaHa71 — und wehren sich mit Nachbarschaftsinitiativen und Kieznetzwerken gegen Entmietung und Vertreibung aus ihren Lebensräumen. Und weil sie in kunst- und kulturlastigen Berufen arbeiten, ent­wickeln sie kreative Formen des Protests. Singen im Rudelchor ist eine davon.

Neben Redebeiträgen der Hausgemeinschaft sprachen auch Lokalpolitiker*innen.  

Der Kreuzköllner Rudelchor wehrt sich mit einem bunten Liedermix, der von "Bruder Jakob“ für Jakob Mähren über umgedichtete Volkslieder, den kleinen grünen Kaktus als IGELvariante, "Die Gedanken sind frei" für die Geheimdienste bis zu "Heute hier, morgen dort" und "Nehmt Abschied, Brüder", die so eine neue Bedeutung erhalten. Das Rudelsingen endete mit dem Versprechen "You'll Never Walk Alone" und der alten 68er-Hymne "Unter dem Pflaster liegt der Strand", bei der auch die 75-jährigen wieder 20 wurden.

Dass das Rudelsingen teilweise zum Rudelschwimmen ausartete, hat offensichtlich niemand der etwa 60 Anwesenden beeindruckt. Der 1. Kreuzköllner Rudelchor hat sich sozusagen freigeschwommen, noch eine ganze Menge vorgenommen und will auch künftig weithin von sich hören lassen: "laut und schön!". Demnächst bei den Aktionstagen und dann am 06.04. auf dem Alex bei der Demo Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnwahnsinn.


11.03.2019 1.Pressemitteilung: Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn

Mietenwahnsinn-Demonstration, Samstag, 06.04.2019, 12 Uhr, Alexanderplatz

Nach der enormen Beteiligung im letzten Jahr mobilisiert erneut ein breites außerparlamentarisches Bündnis aus Nachbarschaftsinitiativen und anderen stadtpolitischen Akteuren zur Großdemonstration am 6. April 2019. Die Demonstration startet um 12.00 Uhr am Alexanderplatz in Berlin.

Bereits durch den diesjährigen Kampagnenstart konnte ein deutliches Zeichen gesetzt werden: Aufgrund der Mietenwahnsinn-Kundgebung vor dem sog. Quo-Vadis-Treffen der deutschen Immobilienwirtschaft mit der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer am 18.02.2019, sagten die Manager*innen der Immobilienunternehmen ihren Spaziergang vom Hotel Adlon zur Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft  ab. Auch ihre Abendveranstaltung am Folgetag in der Markthalle Neun in Kreuzberg fand aus Angst vor Protesten nicht statt.

Der Mobilisierungsauftakt der Mietenwahnsinn-Demonstration fiel nicht zufällig mit dem Tag des Quo-Vadis-Treffens zusammen: Die diesjährige Demo wird vom Alexanderplatz unmittelbar vor die Berliner Immobilienmesse am ‚Eventareal Arena‘ laufen. Dadurch sollen in diesem Jahr nicht nur die Profiteure der Verdrängung mehr in den Fokus genommen werden, sondern das Privateigentum an Grund und Boden soll grundsätzlich in Frage gestellt werden. Das Mietenwahnsinn-Bündnis unterstützt die Forderungen nach der Enteignung profitorientierter Immobilienunternehmen und tritt für die Vergesellschaftung von Wohnraum ein.

„Auf der Demo im letzten Jahr haben 25.000 Menschen gemeinsam ihrem Unmut Luft gemacht. Das ist großartig“, sagt Stefanie Berger vom Bündnis Mietenwahnsinn, „wir wollen den Druck von der Straße kontinuierlich erhöhen, denn das zaghafte Handeln der Politik zeigt uns immer wieder, dass wir im Kampf um würdevolles Wohnen und lebenswerte Nachbarschaften auf uns gestellt sind. Aber es geht nicht nur um die Demonstration — die stadtpolitische Vernetzung wird allgemein immer größer und intensiver!“

Neben der Demonstration in Berlin wird es in diesem Jahr zeitgleich auch in vielen anderen Städten Demonstrationen oder Aktionen unter dem Motto ‚Mietenwahnsinn‘ geben. Bisher in Amsterdam, Barcelona, Frankfurt, Jena, Köln, Leipzig, Lissabon, München, Münster, Paris, Potsdam und Stuttgart.

Ab dem 27.03.2019 beginnen zudem die Mietenwahnsinn-Aktionstage. Zahlreiche Initiativen planen bereits jetzt vielfältige Aktionen um auf bestimmte stadtpolitische Probleme aufmerksam zu machen oder Druck auf Politik und Immobilienwirtschaft auszuüben.

Weitere Informationen zum Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn sowie Demonstrationsaufruf, Route usw. unter mietenwahnsinn.info

PDF-Datei der Pressemitteilung zum Download

Das Presseteam für das Bündnis wird von einer temporären Arbeitsgemeinschaft aus Aktiven verschiedener Initiativen gebildet. Zu erreichen unter presse(ät)mietenwahnsinn.info
01.03.2019: Zur aktuellen Situation in der Großbeerenstr.17A

Die Eigentümerin Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (ASW) der Großbeerenstr.17A hat die mit dem 08.September 2018 vereinbarten Gespräche abgebrochen und setzt scheinbar auf die Räumung des Hauses


Mit der Besetzung des leerstehenden Wohnraums in der Großbeerenstr.17A haben wir erreicht, dass wir eine Wohnung vertraglich zwischennutzen können. Wir fordern weiterhin eine zweite Wohnung als Nachbarschaftstreff, die von der ASW im September 2018 zugesagt wurde.

Unser Ziel ist, dass das Haus an die Hausprojektgruppe G17A übertragen wird um das Haus dem Spekulationsmarkt zu entziehen und gemeinschaftliches Wohnen zu organisieren.
Aufruf zur Demonstration: Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn am 06. April 2019

14 04 2018

Der Mietenwahnsinn wird immer schlimmer. Nach wie vor werden Menschen durch steigende Mieten verdrängt und zwangsgeräumt. Kiezläden, Gewerbe und Nachbarschaften werden zerstört. Menschen erfrieren während Häuser leer stehen.
Doch das letzte Jahr stand auch im Zeichen zahlreicher Proteste und Aktionen, die uns Mut machen: 25.000 Menschen haben im April 2018 in Berlin kämpferisch gegen hohe Mieten und Verdrängung demonstriert, unzählige Mieter*innen organisieren sich in Hausgemeinschaften, Leerstand wurde besetzt und Zwangsräumungen wurden blockiert. In Kreuzberg verhinderten Kiezinitiativen weltweit zum ersten Mal einen Google Campus. Gestärkt durch diese Erfolge mobilisieren wir dieses Jahr erneut zu einer Demonstration in Berlin. Auch in vielen anderen Städten wird an diesem Tag gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung demonstriert!


MARKT MACHT ARMUT — WOHNEN IST MENSCHENRECHT

Die soziale Ungleichheit der Wohn- und Lebensverhältnisse ist kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis der Vermarktung unserer Grundbedürfnisse. Deshalb ziehen wir gemeinsam zur Berliner Immobilienmesse, um zu zeigen, dass Wohnen keine Ware ist — sondern ein Menschenrecht!

Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört, was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt und Solidarität entgegen. Wir wollen eine Stadt:

  • die kein Geschäftsmodell ist, sondern Lebensraum für alle — unabhängig von Herkunft, Sprache, Geschlecht, Alter oder Gesundheitszustand
  • in der die Häuser fürs Wohnen und nicht für den Profit gebaut werden,
  • in der niemand in Notunterkünften, Heimen oder auf der Straße leben muss,
  • und in der Wohnraum, Boden und Natur Allgemeingut sind.
Daher fordern wir einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik und die Enteignung von profitorientierten Wohnungsunternehmen. Wir unterstützen gemeinwohlorientierte Lösungen der Wohnungsfrage.

WIDERSETZEN WIR UNS!

Kommt zur Demonstration am Samstag, den 6. April 2019 um 12 Uhr zum Alexanderplatz!

Setzt euch zusammen und nehmt an den Aktionstagen vom 27. März bis zum 6. April teil.

GEMEINSAM KÖNNEN WIR ETWAS BEWEGEN!
Berlin: Kauf Dich zurück! — Dieffenbachstraße 29 verkauft!

Die Dieffenbachstraße 29 wurde Anfang Januar verkauft!

Dem Haus droht nun das Schicksal vieler Häuser im Graefekiez. Der Kaufpreis der Immobilie lässt Böses vermuten. Würde der oder die neue Käufer*in die Mieten für die Wohnungen im Haus nur moderat anheben, würde sich das Geschäft vermutlich erst in einem viertel Jahrhundert rentieren.
Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass eine grundlegende Modernisierung des Hauses geplant ist, um die Wohnungen deutlich teurer vermieten zu können. Das bedeutet steigende Mieten und Verdrängung.
Bündnis Zwangsräumung verhindern ruft zur Mahnwache des Wohnungslosenparlamentes vom 23. - 25. 01. vor dem Roten Rathaus auf

Wohnungslosigkeit ist kein Naturereignis, sondern von dieser Gesellschaft genau so gewollt!

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass die Spanne zwischen arm und reich immer weiter auseinanderdriftet. Auch das Bündnis „Zwangsräumung verhindern" macht seit Jahren diese Erfahrung, dass Menschen völlig willkürlich ihre Wohnung verlieren.

Einer der Hauptgründe ist die ausbleibende Zahlung der Miete durch das Jobcenter. Wenn dann 2 Monatsmieten ausgefallen sind, folgt sofort die fristlose Kündigung. Anders als früher wird diese auch nicht zurückgenommen, wenn die Miete nachgezahlt wird.
Für den Erhalt der Projekte!

In den kommenden Wochen und Monaten sind in Berlin unkommerzielle linke Projekte von Kündigung, Entmietung und Räumung akut bedroht — die Jugendzentren Drugstore und Potse, die Kneipen und Treffpunkte Syndikat und Meuterei, das Hausprojekt Liebigstraße 34, das Wohn- und Arbeitskollekiv Mansteinstraße sieht einer massiven Mieterhöhung entgegen.

Nicht zu vergessen, der besetzte Wohnraum in der Großbeerenstraße 17a, wo die Zwischennutzungsgenehmigung Mitte Januar ausläuft und die Eigentümerin Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH derzeit zu keinen weiteren Gesprächen bereit ist.
Kiezpalaver in Kreuzberg 61

Am Mittwoch, den 28.11. veranstaltete die Stadteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis der Berliner Mietergemeinschaft Kreuzberg, der Solidarischen Aktion Neukölln und von Entmietung betroffenen Mieter*innen ein Kiezpalaver zum Thema: Spekulation, Umwandlung in Eigentumswohnungen, Kündigung wegen Eigenbedarf.

Neben rechtlichen Fragen und Informationen zu dem Verdrängungsfeld Umwandlung in Eigentumswohnungen und Entmietung durch Eigenbedarf, war das Anliegen der Versammelten vor allem auch Vernetzungs- und Handlungsmöglichkeiten miteinander zu finden.
30.11.2018 Offener Brief an die Akelius-Mitarbeiter*innen

Zur Info: Dieser Offene Brief wurde am 30.11.2018 an 86 Akelius Mitarbeiter*innen in ganz Deutschland verschickt

Sehr geehrte Mitarbeiter*innen von Akelius

Müssen Sie wieder die Arbeit ihrer erkrankten Kolleg*innen übernehmen, weil immer noch nicht genug neue eingestellt wurden? Haben Ihre Chefs die selben vertröstenden Vorschläge der letzten Monate, wie Sie die ganze Arbeit schaffen sollen?
Ist es Ihnen unangenehm, wenn Ihre Kolleg*innen damit angeben, wie sie wieder erfolgreich alteingesessene Mieter*innen aus ihren Wohnungen geekelt haben?

Fragen Sie sich, wer letztlich die Zeche für die Gewinne von Akelius zahlen muss? Machen Sie sich Sorgen, dass es Ihre eigenen Kinder sein werden, die später keine bezahlbare Wohnung mehr finden werden — oder Sie selbst, wenn Sie in Rente gehen?
Gegen Verdrängung im Chamissokiez — Mieter*innen ein Gesicht geben

Die Open-Air-Ausstellung gegen Verdrängung wurde am 13.11.2018 eröffnet

Redebeitrag einer Bewohnerin, Fidicinstr.42



Bericht einer Bewohnerin, Arndtstr.19



Eselsalptraum mit dem Lied vom Schönen Leben

Hausgemeinschaft Urbanstr.66: Gegen Verdrängung im Kiez

Kaufrausch stoppen —
Vorkaufsrecht umsetzen


Unsere Hausgemeinschaft ist alarmiert. Warum? Unser Haus wurde verkauft. An wen? An ein undurchsichtiges Geflecht von GmbHs, deren Absicht wir zwar nicht kennen, wir uns aber denken können, welches Interesse dahinter verborgen liegt: Der maximale Profit, erzielt durch Luxussanierungen, Mieterhöhungen und möglicherweise die Umwandlung der Mieteinheiten in Eigentumswohnungen.