Mi 09.09. um 19 Uhr: Veranstaltung: Randbebauung des Tempelhofer Feldes — nicht mit und nicht gegen uns!

100% THF muss bleiben!


Diskussionsveranstaltung der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREIZBERG in Kooperation mit 100% Tempelhof und Archäolog:innen und Weiterenan im Rahmen der Kreuzberger Kiezwoche.

Seit der Schließung des Tempelhofer Flughafens (2008) weckt die grüne Oase Begehrlichkeiten 
bei Bauwirtschaft und Politik — und dies in völliger Ignoranz des Volksentscheids von 2014, als 
knapp 60% der Berliner:innen für den Erhalt des T-Feldes ohne Bebauung stimmten. 
Immer wieder wird die reale Wohnungsnot vorgeschoben um eine Randbebauung als alternativlos 
darzustellen. Als Türöffner dient z.B. die ebenfalls angeblich alternativlose Unterbringung 
geflüchteter Menschen.

Das T-Feld hat einen hohen Erholungswert

Es wird jährlich von mehr als 3 Millionen Menschen zur Erholung, Sport, Spaß und Spiel von Jung bis Alt genutzt.

Das T-Feld hat einen hohen ökologischen Wert

Das Tempelhofer Feld mit rund 300 ha Fläche ist eine der größten innerstädtischen Freiflächen der Welt. Mit seinen Wiesenflächen als Kaltluftentstehungsgebiet ist es von besonderer Bedeutung für das Stadtklima.
Eine Randbebauung würde den Luftaustausch in den angrenzenden Stadtquartieren dauerhaft negativ beeinflussen. Angesichts der rasanten Klimaerwärmung ist seine Bedeutung für das Stadtklima immer wichtiger.
Zumal die Bebauung in Berlin die Klimaerwärmung i.d.R. weiterhin ignoriert wie u.a. das Beispiel der auf dem Gleisdreieckpark geplanten Türme zeigt.

Am T-Feld werden bezahlbaren Wohnungen entstehen

Wer das glaubt — träume weiter. Wenn wir uns in der Stadt umschauen sehen wir: überall wird neu gebaut; jedoch keine erschwinglichen Wohnungen, sondern überwiegend hochpreisig bzw. Eigentum.
Die geplanten 3-stöckigen Wohncontainer zementieren die Fremdheit zwischen geflüchteten und einheimischen Menschen.
Inklusion kann gut funktionieren, wenn es selbstverständliche Begegnungen im Alltag gibt und geflüchtete Menschen nicht isoliert und unwürdig im Hangar, in Heimen oder in Wohncontainern leben müssen.

Historische Kontinuität im schlechtesten Sinne

Auf dem Teil des Feldes am Columbiadamm lebten von 1940 bis 1945 tausende Männer und Frauen in Baracken, die als Zwangsarbeiter:innen Rüstungsmaterial herstellen mussten. Ein Erinnerungsort sollte wohl anders aussehen.

Lasst uns ihnen gemeinsam in die Suppe spucken, damit 100% Tempelhof für alle bleibt!

Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREIZBERG

Ort: auf dem sog. Dragoner Areal (hinter dem Finanzamt), Kreuzberg

Flyer zum Download.