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Demonstration am 12.11. um 13 Uhr: umverteilen!

Auf der umverteilen!-Demonstration am 12.11. um 13 Uhr wird es auch einen #Mietenwahnsinn-Block geben

2022 11 12 umverteilen Demo
Aufruf vom Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn zur Demo am 12.11.

Wohnen ist Menschenrecht:


Gegen hohe Mieten und Zwangsräumungen!
Wohnungen für alle!
Wie willst du wohnen?
Was macht die Wohnungsnot mit dir?
Warum steigen die Mieten so hemmungslos?
Wieso sprießen die Indexmieten bei Neuvermietungen so rasant?
Schützt die Politik uns Mieter:innen?
Wie sieht guter Milieuschutz aus?
Gelten Menschenrechte, auch auf Wohnen, für geflüchtete Menschen? Wieso leben immer mehr Menschen auf der Straße?
Wieso entstehen immer mehr Bürotürme, Townhouses und Luxuswohnungen in der Innenstadt und wieso die sozialverträglichen klimagerechten Wohnungen am Stadtrand?
Wie sind die Zusammenhänge zwischen Macht und Reichtum, Armut
und Wohnungsverlust, und was ist mit Menschenrechten und Klima?
Brauchen wir eine Bodenreform?
Will der Markt sozial gerechtes Wohnen bereitstellen?
Sind Marktgesetze und Neoliberalismus Naturgesetze und Teile des Grundgesetzes?
Verändert Nichtstun etwas?
Denkst du, dass du etwas ändern kannst?

Zusammen können wir uns austauschen, zuhören, von einander lernen und etwas bewegen.
Ob klimagerechte soziale Wohnkonzepte, kluge Wohnungstauschbörsen oder Indexmieten und Eigenbedarfskündigungen — es gibt viel zu besprechen. Die Stadt- und Landentwicklung dürfen wir nicht dem profitorientiertem Investment mit seinen intransparenten Geldflüssen überlassen.
Das wollen wir auch nicht, weil nicht unser aller Wohl im Blick ist, sondern nur aggressive Profitvermehrung!
Der Boden gehört niemandem, genauso wenig wie Wasser oder Luft, all dies ist für uns alle da, jetzt und auch in der Zukunft!
Alles hängt zusammen, Wohnen, Arbeiten und Leben.
Der Reichtum muss umverteilt werden!
Die Ausbeutung muss ein Ende haben.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte!
Wohnen ist Menschenrecht!
Kein weiterer Raubbau an unserem Planeten, unser Zusammenleben muss auf der Basis des Gemeinwohls organisiert werden!

Bislang gibt es folgende Vortreffpunkte zur gemeinsamen Anreise zur Demo mit den Öffis:
Neukölln: 12 Uhr Hermannplatz
Kreuzberg 36: 12 Uhr Kotti (Gecekondu/ Südblock)

Infos zur Demonstration auf der Webseite: umverteilen!
Zusammenfassung der Veranstaltungen vom 28.08. und 30.08.

Am Sonntag, den 28.08. und am Dienstag, den 30.08. führten wir, die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG, im Rahmen der alljährlich statt findenden Kreuzberger Kiezwoche zwei Veranstaltungen durch.

Die erste Veranstaltung war eine Fahrradtour zu fünf verschiedenen Häusern in Kreuzberg 61, in denen Mieter*innen unterschiedlichen Be- und Verdrängungsaktivitäten durch ihre jeweiligen Eigentümer*innen ausgesetzt sind.

Hatten wir in den letzten Jahren auf ähnlichen Touren durch den Stadtteil die vielen Luxusneubauten und Verdichtungsprojekte im Mittelpunkt gehabt, wollten wir jetzt wieder einmal einige der unendlich vielen „leisen“ und alltäglichen Entmietungsversuche einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Nicht nur diesen vielen Luxus-Beton- und Glaswüsten nerven uns, sondern auch diese vielen praktizierten Verdrängungen unserer Nachbar*innen.

Vor den jeweiligen angefahrenen Häuser wurden entweder direkt von betroffenen Mieter*innen informative Berichte gehalten oder auch von uns, aus Angst vor Repressalien, direkt vorgelesen.

runter mit der MieteBerichte über eine erfolgreiche Verhinderung einer Entmietung durch Eigenbedarf, über alltägliche Schikanen durch Baumaßnahmen mit dem Ziel der Zermürbung und des Auszugs alteingessener Mieter*innen, über den Wegfall relativ bezahlbaren Wohnraums durch Umwandlung der Miet- in Eigentumswohnungen und zeitnahem Wegfall der Sozialbindung dieser Wohnungen (auch dort laufen schikanöse Baumaßnahmen), über eine Eigentümerfamilie, die in ihren Häusern unterschiedliche Verdrängungspraktiken durchführen, über das Geschätsmodell einer recht jungen Investorenclique, die Altbauten aufkaufen, Miet- in Eigentumswohnungen umwandeln, Luxusbaumaßnahmen beginnen und recht schnell spekulativ ihre Häuser weiter verkaufen.

Allen Berichten eigen war der Hintergrund, dass sich in allen Häusern Mieter*innen sich diesen Prozessen in den Weg stellten und durch unterschiedliche Vernetzungen solidarischen Beistand holten und eigene Handlungsspielräume eröffneten.

Beispiele also die zeigen, dass gemeinsam steigende Mieten, Verdrängung und Spekulation der Boden entzogen werden kann.

Beispiele die zeigen, wie wichtig es sein kann, unsere alltägliche Vereinzelung durch solidarisches Miteinander zu durchbrechen.

Die zweite Veranstaltung, die wir in Zusammnearbeit mit dem Kiezbündnis am Kreuzberg durchführten, war ein Diskussionsabend,  gedacht als eine mögliche Fortsetzung der letztjährigen Diskussionsveranstaltung.

Wie auch schon letztes Jahr waren mehrere Initiativen eingeladen, um einen Input ihrer Arbeit zu geben, als Impulsvorgabe für eine Diskussion über die jeweiligen Ansätze.

Diesmal solle die Diskussion sich thematisch nicht um analytische Hintergründe der jeweiligen „Gentrifizierungsbaustellen“ drehen. Warum Karstadt umstrukturiert wird oder im Gleisdreieck Park 125 000 m² Gewerbe hinbetoniert wird, wissen wir.

Ob Entmietung durch Eigenbedarf, Luxusmodernisierung, die Luxuswüsten an der Spree, es gibt gemeinsame Klammern, gemeinsame Ursachen.

Die Diskussion sollte zum Schwerpunkt haben, was es für jeweilige Interventionen, Vernetzungen, solidarische Unterstützungen gibt. Wo es in unseren Zusammenhängen und Aktivitäten gemeinsame  praktische klammern geben könnte.

Betont wurden von einigen Initiativen ihre jeweiligen positiven praktischen Interventionen, die teilweise erfolgreich sind und sich in der Öffentlichkeit verankert haben.

Dennoch – die Diskussion war schwierig, denn auch wenn wir sehen, dass bezüglich der massiven Gentrifizierung in Berlin an jeder Ecke unzählige Initiativen entstehen und auch recht agil und aktiv sind, so schwang doch auch im Raum das Gefühl mit, dass sich aufgrund dieser Massivität der alltäglichen Angriffe auf unser Grundbedürfnis „ein sicheres Dach über den Kopf zu haben“, doch wesentlich mehr Menschen sich zusammen tun müssten und für eine andere Wohnungspolitik kämpfen.

Es stellten sich Fragen, warum  doch relativ ungehindert diese Politik der Verdrängung agieren kann, warum etliche Menschen nach einem kurzen Strohfeuer sich wieder in ihre Ohnmacht zurück ziehen, warum der Protest nicht auf einer wesentlich breiteren Basis fusst???

Wo liegen mögliche Gründe? Das wir nicht mehr anders fühlen, denken, handeln können, als in den immer mehr eingeschnürteren Vorgaben? Das die politischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Verhältnisse so zementiert sind? Das der Fokus auf eine Veränderung der Wohnungspolitik nicht mehr ausreicht in einer Welt der vielen Kriege, des Hungers, des Versickerns unseres Wassers, des Verschwindens so vieler Pflanzen- und Tierarten, der Realität fortlaufender Pandemien, usw.?

Sehr schnell entwickelte sich die Diskussion zu einer Aneinanderreihung vieler eigener Erfahrungen und Fragen, die in einem abendlichen Rahmen selbstverständlich nicht zu Antworten führen können und auch nicht müssen.

Dennoch: die vielen Fragen, verbunden mit den gegenwärtigen Realitäten und Bedingungen, die uns oftmals ohnmächtig, hilflos, kraftlos hinterlassen, werden uns auch immer wieder antreiben, eben diese Realitäten und Bedingungen hinter uns zu lassen und Anderes für uns Alle zu schaffen.

WEM GEHÖRT KREUZBERG — September 2022
2022 WGK Tour Kiezwoche
Di 30.08. um 19 Uhr Veranstaltung: Intervention, solidarische Unterstützung, Vernetzung
Veranstaltung WgK 30 08 2022
Aktuelles zur Habersaathstr.

Jetzt ist es doch soweit — die Habersaathstraße ist akut räumungsbedroht!

Der Eigentümer will erneut über 50 Menschen wieder auf die Straße setzen.
Vom Bezirk und der Stadt kommt keine Hilfe mehr.
Das Versprechen, dass die neuen Bewohner:innen mindestens bis zum Abriss bleiben können wurde gebrochen.
Doch wir geben die Hoffnung nicht auf und werden gegen die Räumung und gegen den Abriss kämpfen.
Wir sind nicht soweit gekommen, um jetzt aufzugeben. Aber dafür brauchen wir eure Hilfe und Unterstützung.

Nur gemeinsam können wir die Räumung und den Abriss verhindern!

aktuelles auf der Webseite: Leerstand hab-ich-saath
30.04.2022: Hostel in Mitte besetzt

Update: gegen 16 Uhr wurde mit der Räumung des Hostels begonnen und am frühen Abend wurde die Besetzung durch die Polizei beendet!

Heute morgen haben wir das seit 2019 leerstehende Wombat City Hostel in Berlin besetzt! Während tausende Menschen in miesen Massenunterkünften leben müssen, gegeneinander ausgespielt werden und kein sicheres Zuhause haben, stehen hier seit Jahren 80 Zimmer leer!


Deshalb fordern wir:
  • eine menschenwürdige und selbstverwaltete Unterkunft für Geflüchtete
  • einen Nutzungsvertrag mit der Hotelkette "Selina" — oder die Beschlagnahmung des Hauses
  • Bleiberecht und sichere Fluchtwege für alle!

Kommt zur Alten Schönhauser 2 am Schendelpark!

aktuelles auf Twitter: Hotels To Housing
28.04.2022: Pressemitteilung: Eigentümer spielt Geflüchtete gegen Obdachlose aus — nicht mit uns!

Logo Leerstand hab ich saath29.04.2022 Update der Inititative Leerstand Hab ich Saath: nach der vielen guten Pressearbeit ist der Eigentümer eingeknickt und sieht von einer Räumung ab. Wir können temporär — wahrscheinlich bis zu dem hoffentlich nie stattfindenen Abriss — bleiben, das kann ein dreiviertel Jahr, aber auch viele Jahre bedeuten und wenn wir den Abriss verhindern, hoffentlich für ganz lange Zeit!

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In einem Schreiben der Hausverwaltung David & Kahlfeldt GmbH an die Initiative Leerstand Hab ich Saath, vom 27. April 2022 geht hervor, dass alle ehemals obdachlosen Bewohner:innen die Gebäude bis Ende April, also innerhalb drei Tagen, räumen sollen. Anstatt der in den Augen des Eigentümers großzügigen Bereitstellung der Wohnungen als „Kälteschutz“ für obdachlose Menschen, sollen nun andere Bedürftige, nämlich geflüchtete Menschen aus der Ukraine einziehen.


Valentina Hauser äußert sich schockiert: „Das Schreiben ist an bodenloser Unverschämtheit kaum zu übertreffen. Es werden hier gezielt verschiedene marginalisierte Gruppen gegeneinander ausgespielt. Statt Obdachloser sollen nun Geflüchtete untergebracht werden. Warum ist uns völlig klar, damit ist für die Arcadia Estate mehr Geld zu machen. Aber nicht mit uns!“

Der Eigentümer gibt sich in dem Schreiben als guter Samariter, der großzügig Wohnraum, Mobiliar und Sanitäranlagen für eine Obdachlosen-Winterhilfe bereitgestellt hat. Valentina Hauser kommentiert das Schreiben weiter: „Durch den Druck unserer Besetzungen haben wir gemeinsam Wohnraum für obdachlose Menschen geschaffen. Möbel wurden gespendet und die eklatanten Mängel aufgrund von unterlassener Instandhaltung durch unsere Initiative beseitigt. Nicht mal genügend Mülltonnen hat der Eigentümer für notwendig gesehen bereitzustellen. Diesen Einsatz von den neuen Bewohner:innen und vielen anderen Aktiven nun als gemeinsamen Erfolg zu verkaufen ist mehr als dreist.“

Für die Inititative Leerstand Hab ich Saath ist klar,  alle Bewohner:innen bleiben in den Häusern in der Habersaathstraße. Es gibt genug Leerstand, der nur darauf wartet, beschlagnahmt zu werden.
Wohnen für Menschen, nicht für Profite!

Am Samstag, dem 02.04.2022, fand im Rahmen der Berliner Aktionswoche zum HOUSING ACTION DAY (HAD) eine gemeinsame Straßenaktion "Ich bin gegen #Mietenwahnsinn, weil..." der Vernetzung der Hasenheide-Häuser und der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG statt.
Bei bester Sonne haben wir vorbeikommende Passant:innen von Britz bis Berchtesgaden nach ihrer Meinung zum #Mietenwahnsinn befragt.
Anschließend konnten sie ihr Statement in dafür vorbereitete Sprechblasen schreiben. Diese doch sehr vielfältigen Aussagen wurden per Foto dokumentiert und an einer Aufhangvorichtung angeheftet.
Der offene "Galeriecharakter" regte wiederum viele vorbeikommende Menschen an, stehen zu bleiben, sich einzubringen und auszutauschen.
Nach gut zwei Stunden sind wir gemeinsam zur Kundgebung „Giffey, Geisel & Co. auf den Mond schicken“ auf den Hermannplatz, die ebenfalls im Rahmen der Aktionswoche zum HAD stattfand. Vertreter:innen vieler Initiativen hielten Redebeiträge und Akteur:innen des Lauratibor-Chors gaben mehrere Protestsongs aus ihrem Antigentrifizierungsrepertoire schwungvoll zum Besten.





Stellungnahme der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG  zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der russischen Führung auf die Ukraine

2022 03 13 Foto DemoWir möchten uns äußern, wir müssen uns äußern, denn auch wenn wir in unserem Stadtteil und stadtweit aktiv gegen steigende Mieten, Verdrängung und sozialer Zerstörung agieren, so wissen wir, dass lokale Auseinandersetzungen nur eine Ursache global existenter und wirkender Herrschaftsverhältnisse sind.

Krieg ist immer ein verbrecherisches Herrschaftsverhältnis an der Menschlichkeit, von Interessen geleitet, zum Nutzen derer, die von diesen Interessen profitieren.
Aktionstage vom 25.03. - 02.04. zum HOUSING ACTION DAY 2022 — Macht mit!

2022 Aktionswoche Flyer mach mitAuch dieses Jahr findet am 26.03.2022 europa- und bundesweit der Housing Action Day statt, denn Mietenwahnsinn gibt es nicht nur in Berlin.

Wir rufen euch dazu auf im Zeitraum vom 25.03. – 02.04.2022 dezentral in allen Kiezen unserer Stadt Aktionen durchzuführen. Denn es gibt viele Probleme, viele Themen, aber auch viele Ausdrucksformen. Alle Beiträge sind willkommen!

Wohnen für Menschen, nicht für Profite!

Die Mieten sind zu teuer, manche haben im tiefsten Winter keine Heizung, die Betriebskostenabrechnungen sind zu hoch. Die wichtigen ökologischen Maßnahmen werden einseitig auf Kosten der Mieter:innen durchgeführt. Ständig werden Häuser verkauft, an neue Eigentümer, die noch mehr Geld auf unsere Kosten machen. Einige von uns müssen beweisen, dass der Eigentümer keinen Eigenbedarf hat.
Aber wir haben Eigenbedarf!
13.01.2022 Pressemitteilung der Initiative Hermannplatz zu den Plänen des Bausenators Geisel am Hermannplatz in Neukölln

Logo Karstadt erhaltenEin Bausenator der SPD, der Beteiligung für so unnötig hält, ist nicht sozial, sondern unverschleiert neoliberal.

Jede Idee von sozialer Stadtentwicklung wurde durch das Interview Geisels am vergangenen Samstag (08.01.2022) in der „Berliner Morgenpost" brutal aus dem Weg geräumt.

"Nachdem mehrere Jahre geredet wurde, sei man nun so weit,zu einer Entscheidung zu kommen."

Nachdem Andreas Geisel (SPD) zuvor als Innensenator aufräumte, kommt er jetzt als Rambo für Bodenspekulanten nach Berlin.